DGE-Referenztabelle · keine Dosierung

Wie viel Magnesium am Tag?

Finden Sie die passende DGE-Tabellenzeile nach Alter, Geschlecht oder Lebensphase. Der Wert ist ein Schätzwert für eine Bevölkerungsgruppe und keine persönliche Einnahmeempfehlung.

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Wählen Sie das Altersband und anschließend Geschlecht oder Lebensphase. Ausgegeben wird ausschließlich die entsprechende Zeile der DGE-Tabelle.

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Wie viel Magnesium am Tag sinnvoll ist, beantwortet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit Schätzwerten für eine angemessene Zufuhr. Für Erwachsene nennt die aktuelle Tabelle 350 mg täglich für Männer und 300 mg täglich für Frauen. Diese Werte beschreiben Bevölkerungsgruppen. Sie sind weder eine persönliche Dosierung noch ein Beleg für einen Mangel.

Magnesium pro Tag: die kurze Antwort

Für Erwachsene ab 19 Jahren gelten über alle Altersgruppen hinweg 350 mg Magnesium pro Tag für Männer und 300 mg pro Tag für Frauen. Auch für Schwangere und Stillende nennt die DGE 300 mg täglich. Kinder und Jugendliche haben eigene, altersabhängige Tabellenwerte. Der aktuelle DGE-Referenzwert heißt ausdrücklich „Schätzwert für eine angemessene Magnesiumzufuhr“.

„Schätzwert“ ist dabei wichtig: Nach der DGE-FAQ reichen die verfügbaren Daten nicht aus, um einen durchschnittlichen individuellen Bedarf mit der gewünschten Genauigkeit abzuleiten. Eine Tabellenzeile ist deshalb eine Orientierung für eine Gruppe, keine Messung Ihres Körpers.

DGE-Tabelle nach Alter, Geschlecht und Lebensphase

Die folgenden Angaben stehen in der aktuellen DGE-Tabelle. „m“ und „w“ werden hier als männlich und weiblich ausgeschrieben. Wo die DGE nur einen Wert nennt, gilt er für beide Geschlechter.

Alter oder LebensphaseMännlichWeiblich
0 bis unter 4 Monate24 mg/Tag24 mg/Tag
4 bis unter 12 Monate80 mg/Tag80 mg/Tag
1 bis unter 4 Jahre170 mg/Tag170 mg/Tag
4 bis unter 7 Jahre190 mg/Tag190 mg/Tag
7 bis unter 10 Jahre240 mg/Tag240 mg/Tag
10 bis unter 13 Jahre260 mg/Tag230 mg/Tag
13 bis unter 15 Jahre280 mg/Tag240 mg/Tag
15 bis unter 19 Jahre330 mg/Tag260 mg/Tag
19 bis unter 25 Jahre350 mg/Tag300 mg/Tag
25 bis unter 51 Jahre350 mg/Tag300 mg/Tag
51 bis unter 65 Jahre350 mg/Tag300 mg/Tag
65 Jahre und älter350 mg/Tag300 mg/Tag
Schwangere–300 mg/Tag
Stillende–300 mg/Tag

Der Magnesium-Referenz-Navigator oberhalb dieses Artikels gibt nach Auswahl von Altersband und Geschlecht beziehungsweise Lebensphase genau eine dieser Zeilen aus. Er fragt keine Verzehrmengen ab, berechnet keine Lücke und erstellt keinen Einnahmeplan.

Warum ein Referenzwert keine persönliche Dosis ist

Die DGE leitet die Werte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene überwiegend aus durchschnittlichen Zufuhren der Bevölkerung ab. Für Erwachsene unterscheiden sie sich nach Geschlecht, nicht jedoch zwischen den Altersgruppen ab 19 Jahren. Für Menschen ab 65 Jahren sieht die DGE keine eindeutigen Hinweise auf einen pauschal höheren Wert. Schwangere und Stillende erhalten ebenfalls keinen automatischen Aufschlag.

Damit beantwortet die Tabelle eine engere Frage als viele Suchanfragen vermuten: Welche Zufuhr gilt für eine gesunde Bevölkerungsgruppe als angemessen? Sie sagt nicht, wie viel Magnesium eine einzelne Person aufnehmen, als Präparat einnehmen oder aufgrund von Beschwerden ergänzen sollte. Ein einzelner Tag unter dem Schätzwert diagnostiziert keinen Mangel. Auch das Erreichen des Werts beweist keinen individuellen Magnesiumstatus.

Sport verändert die Tabelle nicht automatisch

Magnesium ist an Energiestoffwechsel, Reizübertragung und Muskelkontraktion beteiligt. Daraus folgt aber kein allgemeiner Sport-Multiplikator. Die DGE beschreibt Magnesiumverluste über Schweiß als relativ gering. Ob körperliche Aktivität die Verluste über Urin oder andere Wege relevant erhöht, ist nach ihrer Sporternährungsposition umstritten und hängt möglicherweise von Belastungsintensität und Trainingsumfang ab.

Deshalb nutzt diese Seite für sportlich aktive Menschen dieselben DGE-Zeilen wie für die Allgemeinbevölkerung. Sie verspricht weder mehr Leistung noch weniger Krämpfe. Wer die geschätzte Zufuhr aus Lebensmitteln und einer bereits gewählten Ergänzung mit dem Erwachsenenwert vergleichen möchte, findet diese andere Aufgabe im Magnesium-Zufuhrchecker der Startseite.

Drei Zahlen, drei verschiedene Fragen

Ein häufiger Fehler ist, 300 mg, 350 mg und 250 mg als austauschbare Dosierungen zu lesen. Die Zahlen gehören jedoch zu verschiedenen Entscheidungen. 300 mg ist der DGE-Schätzwert für erwachsene Frauen sowie für Schwangere und Stillende. 350 mg ist der DGE-Schätzwert für erwachsene Männer. 250 mg ist dagegen der Höchstmengenvorschlag des BfR pro Tagesverzehrempfehlung eines Nahrungsergänzungsmittels.

Die ersten beiden Zahlen betreffen die angemessene Gesamtzufuhr einer Bevölkerungsgruppe. Die dritte Zahl begrenzt einen zusätzlichen Produktanteil und ist kein Zielwert. Wer sie addiert oder voneinander abzieht, erzeugt ohne gemessene Zufuhr und medizinischen Kontext eine Scheingenauigkeit. Der Navigator zeigt deshalb nur die passende DGE-Zeile und stellt die BfR-Grenze separat daneben.

DGE-Referenzwert und BfR-Grenze nicht verwechseln

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt für Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln höchstens 250 mg pro Tagesverzehrempfehlung eines Produkts. Das BfR empfiehlt außerdem, diese Tagesmenge auf zwei oder mehr Portionen zu verteilen. Grundlage sind unerwünschte Wirkungen wie leichte Durchfälle bei zu hoher zusätzlicher Zufuhr.

WertWorauf er sich beziehtWas er nicht ist
DGE: 300 oder 350 mg/Tag bei ErwachsenenSchätzwert für die angemessene Gesamtzufuhr der jeweiligen BevölkerungsgruppeKeine persönliche Tablettendosis
BfR: 250 mg pro TagesverzehrempfehlungHöchstmengenvorschlag für den Zusatz in einem NahrungsergänzungsmittelKein Versorgungsziel und kein Mindestwert

Die 250 mg werden also nicht auf den DGE-Wert „oben drauf“ empfohlen. Ebenso wenig lässt sich aus der Differenz zwischen DGE-Wert und geschätzter Ernährung automatisch eine Supplementdosis ableiten. Genau diese Trennung schützt vor einer zu einfachen, aber falschen Rechnung.

Was eine niedrige Zufuhr bedeutet und was nicht

Die DGE weist darauf hin, dass ein Magnesiummangel bei ausgewogener Ernährung und stoffwechselgesunden Personen relativ selten ist. Ein Unterschreiten des Schätzwerts ist nicht gleichbedeutend mit einem klinischen Mangel. Für die Bestimmung des Magnesiumstatus gibt es nach DGE-Angaben keinen einzelnen geeigneten Biomarker, der jede Situation zuverlässig abbildet.

Beschwerden wie Müdigkeit oder Muskelkrämpfe sind unspezifisch. Die Verbraucherzentrale betont, dass Wadenkrämpfe viele Ursachen haben können und normale Funktionsaussagen zu Magnesium keine Leistungs- oder Behandlungsversprechen sind. Anhaltende Beschwerden, Nierenerkrankungen, chronische Magen-Darm-Erkrankungen oder mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten gehören in ärztliche Abklärung, nicht in einen Online-Navigator.

Magnesium über Lebensmittel

Gute Magnesiumquellen sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen. Auch Kartoffeln, Bananen, Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte tragen je nach Verzehr zur Zufuhr bei. Die DGE nennt in ihrer FAQ Beispiele, betont aber, dass solche Listen keinen vollständigen Tagesplan darstellen.

Für die Frage „Wie viel Magnesium am Tag?“ ist deshalb zuerst die passende Referenzzeile sinnvoll. Die tatsächliche Zufuhr ist eine andere Größe. Sie hängt von Auswahl und Menge der Lebensmittel sowie gegebenenfalls von Ergänzungen ab. Diese Seite nimmt diese Mengen bewusst nicht entgegen, damit Referenztabelle und Zufuhrchecker klar getrennte Aufgaben behalten.

So nutzen Sie den Navigator sachgerecht

  1. Wählen Sie das Altersband aus der DGE-Tabelle.
  2. Wählen Sie männlich, weiblich oder – bei einem Erwachsenenband – die Lebensphase schwanger beziehungsweise stillend.
  3. Lesen Sie die ausgegebene DGE-Zeile zusammen mit dem Hinweis zum Geltungsbereich.

Das Ergebnis bleibt eine Bevölkerungsorientierung. Der Navigator speichert keine Eingaben, nimmt keine Lebensmittel- oder Supplementmengen an und verändert den Wert nicht wegen Sport. Für Säuglinge, Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit, Erkrankungen und Arzneimittel ist die Tabelle besonders klar von individueller medizinischer Beratung zu trennen.

Magnesium wieviel am Tag: Begriffe ohne Scheingenauigkeit

Der Suchbegriff „Magnesium wieviel am Tag“ bündelt mehrere Fragen, die getrennt beantwortet werden müssen. Der Magnesiumbedarf einer Bevölkerungsgruppe ist nicht dasselbe wie der gemessene Magnesiumspiegel einer Person. Der Tagesbedarf im Alltag wird häufig als kurze Bezeichnung verwendet; fachlich nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE den Tabellenwert aber einen Schätzwert. Wer Milligramm Magnesium pro Tag sucht, sollte daher zuerst klären, ob es um die Referenz, die tatsächliche Magnesiumzufuhr oder die Einnahme von Magnesium als Nahrungsergänzung geht.

Welche Funktionen Magnesium im Körper hat

Magnesium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff. Nach Angaben der DGE wirkt es als Cofaktor von mehr als 600 Enzymen. Diese Enzyme haben eine Rolle bei einer Vielzahl biochemischer Reaktionen. Der Mineralstoff ist unter anderem an der Aktivierung ATP-abhängiger Enzyme, am Energie-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel sowie an der Stabilisierung von Zellmembranen beteiligt. Er beeinflusst Ionenkanäle und Transporter und trägt damit zur Reizübertragung zwischen Nerven und Muskeln bei.

Magnesium ist außerdem Bestandteil von Knochenstrukturen und am Knochenumsatz beteiligt. Solche normalen Funktionen erklären, weshalb der Körper Magnesium benötigt. Sie begründen aber keine Aussage, dass zusätzliche Kapseln oder Tabletten die Leistung erhöhen. Auch Vitamine oder andere Mineralstoffe ändern nichts an der Aufgabe dieser Seite: Sie ordnet nur den DGE-Wert für Magnesium ein.

Magnesiummangel: Symptome sind keine Tabellenzeile

Ein Magnesiummangel kann bei sehr niedrigen Konzentrationen Beschwerden verursachen. Die DGE nennt als mögliche frühe Symptome unter anderem Appetitlosigkeit, Übelkeit, Müdigkeit und allgemeine Schwäche. Bei ausgeprägtem Mangel können neurologische oder kardiovaskuläre Symptome wie Taubheitsgefühle, Kribbeln, Muskelkrämpfe oder Herzrhythmusstörungen auftreten. Diese Aufzählung ist keine Symptom-Triage: Alle genannten Beschwerden können andere Ursachen haben.

Zu den medizinisch relevanten Ursachen eines Mangels können nach DGE-Angaben gestörte Aufnahme im Darm, lang anhaltende Durchfälle oder Erbrechen, bestimmte Krankheiten, Nierenerkrankungen, chronischer Alkoholkonsum und einzelne Medikamente gehören. Stress oder Wadenkrämpfe allein beweisen keinen Magnesiummangel. Wer anhaltende Symptome, eine bekannte Erkrankung oder auffällige Laborwerte hat, sollte sich an einen Arzt oder eine Ärztin wenden. Eine Behandlung lässt sich nicht aus einem Online-Referenzwert ableiten.

Auch ein Blutwert ist nicht als einfacher Online-Magnesiumspiegel zu interpretieren. Die DGE erklärt, dass Magnesium überwiegend innerhalb der Zellen liegt und die Serumkonzentration erst nach länger unzureichender Versorgung sinken kann. Die Wissenschaft liefert deshalb keinen einzelnen, für jede Situation geeigneten Marker. Diese Inhalte markieren eine Grenze der Tabelle, keine Anleitung zur Selbstdiagnose.

Lebensmittel und Magnesiumgehalt

Die Nahrung ist für gesunde Menschen die normale Quelle des Mineralstoffs. Zu den von der DGE genannten Magnesiumquellen gehören Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen. Spinat, Mangold, Linsen, Bohnen, Kürbiskerne und Vollkornbrot können zur Versorgung beitragen. Auch Fisch, Meeresfrüchte, Kartoffeln, Bananen sowie Milch- und Fleischprodukte liefern je nach Menge Magnesium.

Der Magnesiumgehalt einzelner Lebensmittel ist nur ein Teil der Einordnung. Entscheidend für die tatsächliche Zufuhr sind Portion und Häufigkeit. Mineralwasser kann ebenfalls Magnesium enthalten; der Gehalt hängt von Quelle und Härte ab. Eine Liste mit mg Magnesium pro Lebensmittel ersetzt deshalb weder eine vollständige Ernährungsanalyse noch die DGE-Referenztabelle. Die Startseite übernimmt den mengenbezogenen Vergleich, während diese Route bei der passenden Alters- und Lebensphasen-Zeile bleibt.

Nahrungsergänzungsmittel sicher abgrenzen

Magnesiumpräparate werden als Kapseln, Tabletten, Pulver oder Flüssigkeit angeboten. Die Produktform sagt nicht, wie sinnvoll die Einnahme für einen einzelnen Menschen ist. Auch die Dosierung auf der Packung darf nicht mit dem DGE-Schätzwert verwechselt werden. Nahrungsergänzungsmittel ergänzen die Nahrung; sie sind kein automatischer Ausgleich für eine rechnerische Differenz.

Der BfR-Höchstmengenvorschlag von 250 Milligramm pro Tagesverzehrempfehlung eines Produkts bezieht sich auf zusätzliches Magnesium. Er gilt nicht als allgemeiner Bedarf. Bei zu hoher zusätzlicher Einnahme können laxierende Wirkungen auftreten. Personen mit Nierenfunktionsstörungen oder komplexer Medikation brauchen eine individuelle fachliche Bewertung, weil Ausscheidung und Wechselwirkungen eine Rolle spielen können.

Sportler und Sportlerinnen erhalten in der DGE-Tabelle keine eigene Zeile. Mehr Training ist kein Grund, die Höchstmenge einer Nahrungsergänzung als Ziel zu behandeln. Gleiches gilt für Muskelkrämpfen nach einer Einheit: Sie können viele Ursachen haben. Die Verbraucherzentrale warnt davor, normale Funktionsaussagen als Leistungs- oder Heilversprechen zu lesen.

Häufige Fragen zur täglichen Magnesiumzufuhr

Muss ich jeden Tag exakt 300 oder 350 Milligramm erreichen?

Nein. Der Wert beschreibt eine angemessene Zufuhr für eine Bevölkerungsgruppe, nicht die täglich zu treffende Präzisionsmarke einer Person. Einzelne Tage erlauben keine Aussage über Mangel oder Versorgung.

Kann ich vom Referenzwert meine Nahrung abziehen und den Rest einnehmen?

Nein. Eine solche Rechnung würde Unsicherheit in Lebensmittelangaben, Aufnahme und individuellen Faktoren ignorieren. Diese Seite berechnet deshalb weder Defizit noch Supplementdosis.

Brauchen Männer grundsätzlich mehr als Frauen?

Die DGE-Tabelle nennt für erwachsene Männer 350 mg und für erwachsene Frauen 300 mg. Das sind gruppenbezogene Schätzwerte. Sie beweisen nicht, dass jede einzelne Person genau diese Differenz hat.

Gilt für Schwangerschaft und Stillzeit ein Aufschlag?

Die aktuelle Tabelle nennt für Schwangere und Stillende jeweils 300 mg pro Tag. Die DGE sieht aufgrund der Datenlage keinen pauschalen höheren Wert gegenüber nicht schwangeren erwachsenen Frauen.

Verändert Sport den Referenzwert?

Nein, nicht automatisch. Die DGE unterstützt keinen universellen Sportaufschlag. Bei besonderen medizinischen oder leistungsphysiologischen Fragen ist eine individuelle fachliche Beratung nötig.

Quellen und Stand

Zuletzt fachlich geprüft: 27. September 2026. Diese Seite informiert und ersetzt keine Diagnose, Behandlung oder persönliche Dosierung.